Mein Name ist Liam und ich absolviere derzeit meine Ausbildung zum Fotografen bei Matthias Baumgartner Videofotografie. Im Rahmen meines Erasmus-Aufenthaltes durfte ich drei Wochen in Raahe verbringen. Eine Zeit voller kreativer Herausforderungen und schöner Wintermomente, die mich fachlich und persönlich weitergebracht haben.
Erasmus-Programm: Praxis, Fotografie und Videoprojekte
Vor Ort besuchte ich eine Schule, in der ich gemeinsam mit zwei weiteren Azubis aus dem gleichen Ausbildungsbereich von verschiedenen Lehrkräfte und Mitarbeitenden betreut wurden. Zu Beginn konnten wir unseren Schwerpunkt festlegen: von Fotografie über Videoschnitt bis hin zu Animationen oder Photoshop. Ich habe mich bewusst für die Themen Foto und Video entschieden.
Im Vordergrund standen vor allem die praktischen Projekte, die wir sowohl im Fotostudio als auch Outdoor über einen Zeitraum von mehreren Tagen umgesetzt haben. Dabei konnte ich eigenständig Fotoshootings durchführen, Videosegmente drehen und diese anschließend digital bearbeiten. Besonders spannend war die Produktion eines eigenen Kurzvideos. Vom Konzept über die Planung der Aufnahmen bis zum fertigen Schnitt konnte ich das Projekt eigenständig umsetzen. Dabei habe ich meine Fähigkeiten in Konzeption, Bildgestaltung und Schnitt weiter vertieft.
Finnland erleben: Natur, Kultur und unvergessliche Momente
Neben den kreativen Projekten war auch Finnland selbst ein echtes Highlight. Die Winterlandschaft in Finnland ist schlicht atemberaubend. Überall glitzert der Schnee, zugefrorene Seen, ewige Wälder und die klare Luft schaffen eine besondere, fast magische Atmosphäre. Besonders eindrucksvoll war eine Wanderung über das zugefrorene Meer zur Insel Iso-Kraaseli. Die Stille, das Knirschen des Eises unter den Füßen und die unendliche weiße Weite machten jeden Schritt zu einem besonderen Moment.
Kulturell hatte Finnland einiges zu bieten. Die Stadt Raahe begeistert mit ihrer historischen Altstadt, kleinen Cafés und spannenden Museen. In Oulu, die Kulturhauptstadt Europas 2026, treffen moderne Architektur, kreative Kunstprojekte und die finnische Winterstimmung aufeinander.
Eines meiner absoluten Highlights waren die Polarlichter, die wir mehrfach mit bloßem Auge beobachten konnten. Auch die finnische Natur blieb in Erinnerung: die Begegnung mit einem Seeadler, die Möglichkeit Tiere wie Elche oder Schneehasen zu sehen und gemütliche Abende am Lagerfeuer. Dabei lernten wir sogar, wie man mit Feuerstahl und Birkenrinde Feuer macht.
Auch finnische Traditionen durften natürlich nicht fehlen: Saunagänge, gefolgt von einem erfrischenden Eisbad im zugefrorenen Meer, waren aufregend und eine komplett neue Erfahrung.
Mein persönliches Fazit
Mein Ziel war es, neue Herangehensweisen an verschiedene Aufgaben kennenzulernen sowie neue Eindrücke aus einem anderen Land mit anderen Kulturen zu erhalten. Für mich wurde dieses Ziel definitiv erreicht.
Was macht Erasmus so besonders: Man verlässt die gewohnte Umgebung, arbeitet mit neuen Menschen zusammen und sammelt Eindrücke abseits des normalen Arbeitsalltags. Besonders die Kombination aus kreativer Arbeit im Bereich Fotografie und Videoproduktion mit dem Erleben und Kennenlernen einer neuen Kultur und der atemberaubenden Natur machte diese drei Wochen zu einem Erlebnis, das meine Ausbildung nachhaltig bereichert.
Das Erasmus-Programm
Das Erasmus-Programm der Europäischen Union hat mir den Aufenthalt und das Sammeln internationaler Lern- und Arbeitserfahrung ermöglicht. Das Programm gibt Auszubildenden und Studierenden die Chance, für eine bestimmte Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. Ziel ist es, die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten zu stärken, den kulturellen Austausch zwischen europäischen Ländern zu fördern und neue Perspektiven kennenzulernen.
Mehr Informationen zum Programm gibt es auf der Website der European Commission.
Weitere Einblicke in die Ausbildung in unserem Fotostudio gibt es in unserem Beitrag „Meine Ausbildung als Fotografin“.
Infos zur Stelle und deine Bewerbung als Fotofraf:in (m/w/d) unter Jobs.







